LhG
Lies auf

Um sicher zu sein gab es nur eine Möglichkeit. Schweigen...
安全であるために一つ可能性だけがある。暗黙。

zurück

Kapitel 3 - Wie alles begann...



Wie jeden Morgen um die selbe Uhrzeit, drehte Madame Sotaru ihre Runde, klopfte an den Türen, um zu horchen, ob die Bewohner da waren und wenn dies nicht der Fall war, würde sie die Tür öffnen und mit dem Putzen beginnen.
Auch an diesem Morgen war sie unterwegs und endlich kam sie an der Tür 138 an, in dem Reita versuchte, alle Spuren zu verwischen. Nichtsahnend klopfte sie an der Tür und da ihr niemand antwortete, öffnete sie mit ihrem Schlüssel die Türe und trat ein.
Was sie dort sah, verschlug ihr dem Atem und ihre Augen waren Tellergroß geworden. Als sie ihre Stimme wieder gefunden hatte, schrie sie, ohne nachzudenken, denn schließlich befand sich direkt vor ihr ein ´Mörder´, so laut wie sie konnte: "HILFE!! EIN MÖRDER!!! RUFT DIE POLIZEI!!!!" und versperrte Augenblicklich mit ihren Armen den Türrahmen. An ihr würde dieser Kerl, mit dem stylischen Nasenband, niemals vorbeikommen. Schließlich war sie zufällig stolzer Besitzer des immerhin Gelben Gürtels geworden... als sie noch ein Kind gewesen war, aber das musste ihr Gegenüber ja nicht unbedingt wissen.

Reita erstarrte, dann lief er in großen Schritten auf die Dame zu und schüttelte den Kopf. "Nein! So ist es nicht!! Bitte! Lady! Das ist ein Missverständnis!!" Er hielt verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau. Verdammt... er wollte verschwinden, bevor ihn jemand bemerkte!

"Fassen sie mich nicht an!" schrie sie ängstlich, wich aber keinen Millimeter von der Stelle und ging in Kampfstellung. "Ich warne sie... ich kann Karate!" teilte sie ihm mit, doch bevor noch irgendetwas geschehen konnte, gab es Tumult auf dem Gang. Leute rannten durch den Flur und einige blieben bei der Frau stehen. "Die Polizei ist informiert." hörte sie von einem anderen Bewohner, der sich direkt neben sie stellte, um Reita jede Fluchtmöglichkeit zu nehmen.

Reita sah sich gehetzt um. "Verdammt! Ich hab ihn nicht getötet! Lasst mich vorbei bitte! Ich kenne den Mann doch gar nicht!!" Er schätzte ab..Sie befanden sich nur im zweiten Stock..Das musste doch gehen...

"Ohhhh nein, sie werden schön hier bleiben! Ich glaube keinem Mörder!!" Auf ihren Wink hin, stürzten sich zwei kräftige Männer auf Reita und hielten ihn eisern fest. In der Ferne konnte man schon die Sirenen immer näher kommen hören.

Reita kämpfte wie ein Löwe, um sich zu befreien. Das konnte doch nur ein Alptraum sein!! Er knurrte wütend und schaffte es endlich, den Männern zu entkommen, rannte zum Fenster und sprang einfach nach unten. Er kam relativ ungeschickt auf, verdrehte sich den Knöchel, rappelte sich aber dennoch hoch und rannte los. Da waren die Polizisten! Verdammt! Schnell konnte er nicht laufen, also versuchte er sich zu verstecken..

"Hinter ihm her!! Das ist der Mörder!" rief Frau Sotaru halb aus dem Fenster hängend, nachdem Reita aus diesem gesprungen war.
Die Polizisten waren natürlich sofort hinter ihm her. Einige ließen ihre Hunde los, welche vor sprinteten, den Geruch Reitas aufnahmen und verfolgten, bis sie ihn schließlich knurrend einkesselten, solange, bis die Polizei schnaufend ankam, um ihn zu verhaften. "Machen sie jetzt keine Fehler.", warnte ihn ein Polizist und kam mit Handschellen auf den Blonden Mann zu. Dicht hinter ihm noch drei weitere, schwer bewaffnete Polizisten.

Reita saß tatsächlich in der Falle... Hektisch sah er sich um, verfluchte die Hunde, machte noch einen letzten Fluchtversuch und rannte plötzlich los, durch die Hundemeute und durch eine enge Gasse, er rannte, bis er kaum mehr konnte, die Hunde immer hinter sich, die sich von ihrem ersten Schreck schnell erholt hatten.

//Fehler... großer Fehler...//, dachte sich der Hauptmann mit den Handschellen in der Hand und rannte mit seinen Männern dem ´Mörder´ hinterher. Die Hunde schnappten nach Reitas Beinen und einer von ihnen, konnte seinen Knöchel fassen und zerrte an ihm.

Reita schrie auf vor Schmerz und fiel zu Boden. Das Mistvieh hatte ausgerechnet seinen verletzten Knöchel erwischt... Er versuchte, aufzustehen, doch als er die Typen sah, sah er ein, dass es keinen Sinn mehr machte... "Ich bin unschuldig... Ich habe ihn nicht umgebracht...", murmelte er und sah den Hauptmann ernst an.

+~+

Uruha war inzwischen noch immer unter der Dusche. Hatte sich noch 3 Mal gewaschen, doch als die Flasche leer war, blieb ihm nichts anderes übrig, als das Wasser abzustellen, sich abzutrocknen und sich wohl etwas Neues anzuziehen.
Und das tat er auch. Er trocknete sich ab und wickelte sich in das große Handtuch ein. So ging er ins Schlafzimmer und suchte sich ein paar Klamotten raus.
Diese zog er recht schnell an, warf immer wieder einen nervösen Blick zur Uhr und stellte fest, dass Reita schon ziemlich lange nichts von sich hatte hören lassen.

+~+

"Deine Worte bringen dir jetzt auch nichts mehr. Es wird Nachtuntersuchungen geben und bis dahin wirst du festgenommen. Zusätzlich wird eine Strafe dafür folgen, das du vor der Polizei weggerannt bist und jetzt komm mit." sagte der Hauptmann barsch und hob Reita ohne Mühe vom Boden auf, brachte ihn weg zu seinem Wagen, um ihn dort hineinzuverfrachten und loszufahren. Seinen Männern überließ er die Absicherungen des Tatorts und das Einsammeln von Zeugen und Beweismitteln.

Reita starrte aus dem Fenster. Das konnte jetzt nicht wahr sein oder?! Das war doch alles nur ein gottverdammter Alptraum... Doch die Handschellen an seinen Handgelenken waren mehr als deutlich... Er hoffte, dass Uruha keinen Fehler machte... Bescheid sagen konnte er ihm jetzt nicht mehr...Vielleicht würde sich ja noch alles klären... Reita hoffte es sehr...

Am Hauptbüro der Polizeiwache Tokios, ließ er sich die Akte von Akira Suzuki geben und fuhr dann mit ihm zu ihrem städtischen Gefängnis, um ihm dort dem Gefängnis-Oberhaupt zu übergeben. Er schilderte ihm die Situation kurz und sagte auch, dass er vorerst hier bleiben wird, da die Untersuchungen und die endgültige Entscheidung, ob er der Mörder ist, noch fallen muss, damit sie ihn hier behalten können und ihre Regeln auch an ihm anwenden können. Die Regeln, die dazu dienen, die Mörder u.a. nach ihren Vorstellungen zu erziehen.
Ein Wachmann brachte Akira in eine Zelle. "Für die Zeit, in der du hier bleibst, bist du Nummer 1309. Klar?!" sagte er mir einem fiesen Grinsen im Gesicht und verschwand.

Reita stolperte in die Zelle und sah stumm zu, wie sich die Zellentür schloss.. "13...09? Hey!! ich will einen Anwalt sprechen, hört ihr?? Ihr könnt mich doch nicht einfach wegsperren!! Was soll denn das?!"

+~+

Uruha hatte inzwischen alles getan was Reita ihm gesagt hatte und saß nun auf seiner Couch. Er hatte sich in eine Decke eingewickelt und knabberte an seiner Unterlippe herum. Wo blieb Reita denn nur.?
Immer wieder blickte Uruha nervös von der Tür zum Fenster und wieder zur Türe.

+~+

Der Wachmann ignorierte Nummer 1309 warf ihm einen Gefängnis-Overall zu, zischte ein: "Zieh das an!" und verschwand.

Reita starrte den Overall an und seufzte. Das... war jetzt alles nicht wahr oder? Als er sich auszog und die Sachen anzog erstarrte er. Er war nicht allein... Da... war doch jemand... oder? "H... Hallo? Wer ist da...?" murmelte er, ziemlich ängstlich, obwohl das sonst nicht seine Art war...



Kapitel 3 - Wie alles begann...

zurück