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Um sicher zu sein gab es nur eine Möglichkeit. Schweigen...
安全であるために一つ可能性だけがある。暗黙。

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Kapitel 4 - Das erste Treffen



Der Schwarzhaarige blickte den Neuankömmling weiterhin starr an und verblieb in seiner dunklen Ecke. Erst vor wenigen Tagen war sein Zellengenose gestorben und auch wenn er nicht viel mit diesen kommuniziert hatte, so haben sie sich ihr Leid mehr oder weniger erträglich gemacht, schon allein mit der Nähe des jeweils anderen. Doch jetzt war er Tod und ihm war klar gewesen, dass es nicht allzu lange dauern würde, das ein Neuer an seine seine Stelle treten würde. Doch so bald schon..?
Wenn Nummer 1309 so weiter machen würde, dann bekäme er bald Ärger von den Wachmännern. Er redete jetzt schon zu viel.

Reita strich sich durch die Haare und versuchte in der Dunkelheit, etwas zu erkennen. "Wer ist da?" fragte er nun mutiger und ging auf Aoi zu. "Warum sagst du nichts und versteckst dich?!" fragte er misstrauisch

Verwirrt blickte er auf. So viele Wörter auf einmal, waren ein wenig viel, deswegen dauerte es einen Moment, bevor er begriff, dass der Neue ihn meinte. "Es ist verboten zu reden... Ich bin 1308...", sagte er nur sehr leise und mit krächzender Stimme, erhob sich schwerfällig, sah ihn kurz mit ausdruckslosen Augen an und ließ sich dann auf seinem Bett sinken. "Dein Bett ist dort oben..."

"Verboten? Du... ich will nicht deine Nummer hören... Wie heißt du? Ich bin Reita... Ich... Weshalb bist du hier?"

„H-hai verboten.", krächzte er wieder und hustete trocken. Als Reita seinen Namen wissen wollte, sah er ihn ungläubig an. //Warum will er das, wenn er eh nicht lange bleiben wird...// Dann überlegte er fieberhaft und kramte in seinem Gedächtnis, nach seinem wahren Namen.
"A... Aoi..", murmelte er schließlich, als er ihn gefunden hatte. Dann drehte er sich zur Wand, um den weiteren Fragen auszuweichen. Er wollte keinen Ärger bekommen, denn gleich müsste der nächste Wachgang kommen und wenn der hörte, das sie redeten, würde es wieder Schläge hageln, das kannte er nur zu genau von früher, als er noch redebedürftig gewesen war.
Außerdem wusste er gar nicht mehr genau, warum er eigentlich in diesem Gefängnis eingesperrt war.

"Aoi... Okay... Du musst keine Angst vor mir haben... Du bist verletzt, oder? Komm her... Ich tu dir nichts... Ich will dir helfen Aoi..."

"Lass mich...!" fauchte der Ältere leise und hörte auch schon ganz in der Nähe, wie die Schlüssel des Wachtmannes gegen die Zellengitter schlugen. Er schluckte schwer. Reita tat ihm Leid, aber er musste so reagieren. So waren sie am besten geschützt. "Sei jetzt still..." bat er und winkelte die Beine an, tat so, als ob er schlafen wolle.

Reita blinzelte verstört. "Was...?" Er drehte sich um zu dem Wachmann. "Hallo?! Ich will sofort einen Anwalt sprechen, hören Sie?! Sofort! Das ist Freiheitsberaubung! Ich habe nichts getan!! Ich bin unschuldig!!"

Kaum hatte Reita begonnen, sich laut zu äußern, trat auch schon der Wachmann, der seine Runde machte, an die Zellgittertür und sah ihn vernichtend an. Dann sah er kurz zu Nummer 1308 und beäugte ihn misstrauisch, bevor sein Blick zu Reita zurückzuckte und er seinen Finger in dessen Brust bohrte. "Hör mir jetzt mal ganz genau zu Kurzer. Auch wenn du vielleicht," fing er an und verdrehte genervt die Augen ," vielleicht unschuldig bist, hast du dich an unsere Regeln hier zu halten, solange du hier bist. Sprechen ist verboten! Und wenn du nicht still bist, dann bekommst du eine saftige Strafe. Und wenn ich noch einmal hören muss, dass du unschuldig bist, werde ich dir eigenhändig wehtun!" Er zückte eine lederne Peitsche und ließ sie gegen die Gitterstäbe knallen. "Hast du kapiert?!"
Und mit diesen Worten ging er zur nächsten Zelle und besah sich die Lage.

Zitternd verweilte Nummer 1308 auf seinem harten Zellenbett und traute sich nicht aufzuschauen, selbst, als der Wachmann weiter gelaufen war. Reita könnte für ihn gefährlich werden, wenn er so weiter machte. //Aber vielleicht sterbe ich dann früher. Ich muss nur auffallen... // dachte er, doch würde er sich niemals trauen, derartiges zu tun.

Reita zuckte zurück. Aber er wäre nicht Reita, wenn er sich so leicht unterkriegen lassen würde.. Er sprang auf und legte die Hände um die Gitterstäbe. "Trotzdem habe ich das Recht auf einen Anwalt!! Ihr könnt mich nicht so einfach festhalten!! Ich habe Rechte!! UND ICH WILL EINEN ANWALT SPRECHEN! JETZT SOFORT!!!!"

Noch einmal kam der Wachmann zurück, noch übler gelaunt als vorher. "Halt die Klappe verdammt nochmal!!! Noch einmal und die Peitsche knallt nochmal, doch sie wird nicht auf die Zellengitter treffen!" drohte er ihm und hielt die Peitsche in der Hand. "Du wirst niemanden sprechen! Klar?!!"

"Das kann ja wohl nicht wahr sein!! Ich will SOFORT raus und ich will SOFORT mit einem Anwalt sprechen!!" knurrte Reita, zuckte keinen cm zurück und sah den Wachmann herausfordernd an.

Wütend knurrte der Wachmann, schloss die Zelle auf und schnappte sich Reita. Nachdem er seine Peitsche gut verstaut hatte, wandte er seinen berüchtigten Schraubstock an und drängte Reita gegen die Zellenwand. "Wenn. Ich. Sage. Du. Sollst. Die. Klappe. Halten. Dann halt sie auch!!" brüllte er ihn an legte ihm Handschellen an. Er zerrte ihn aus seiner Zelle und brachte ihn in die gefürchtete Arrestzelle, warf ihn dort zu Boden und trat nach ihm. "Jetzt werden dir mal Manieren beigebracht!"

Reita landete unsanft auf dem harten Boden, rollte sich allerdings geschickt ab und sprang auf die Füße. Er holte aus und trat nach dem Wachmann, den er unsanft an der Kniescheibe traf. Dann sprang er hinter ihn und drückte ihm mit der kette der Handschellen die Kehle zu. "Und wenn ich sage, dass ich einen Anwalt sprechen will, dann will ich einen Anwalt sprechen, ist das klar?!" zischte der Blonde zornig in das Ohr des Wächters.

"Itai~! Du Mörder." knurrte er und trat nach Reita. Als er die Ketten der Handschellen an seinem Hals spürte, pfiff er seine Männer zusammen, die den Blonden von ihm weg zogen. Wütend spuckte er nach ihm und schlug ihm seine Faust in die Magengrube, so dass Reita einknickte und auf die Knie ging. "Hahahahahahah!!!! Wag es dir noch einmal und du bist tod. Deinen Zellengenossen kannst du dann gleich mitnehmen. Er hat seinen Zweck schon längst erfüllt und sein Gesicht geht mir langsam auf die Nerven. Vier Jahre lang immer dasselbe und er wehrt sich gar nicht mehr. Das ist doch langweilig."

Reita keuchte und brach in die Knie. Er keuchte und krümmte sich, stand aber dann wieder auf, schwieg allerdings. Er wollte seinen Zellengenossen nicht in Gefahr bringen...

Gewinnend sah er ihn an und mit einem Wink, ließ er Reita durch andere Wachmänner zurück in seine Zelle bringen, wo sie ihn wieder zu Boden warfen. Sie hatten mit Absicht vergessen, ihn von seinen Handschellen zu befreien, traten alle nach ihm und verließen dann lachend ihre Zelle, schlossen das Zellentür wieder zu.

Reita krümmte sich keuchend und spuckte ein bisschen Blut. Stöhnend versuchte er sich in eine sitzende Position zu ziehen, was ihm aber nicht sofort gelang. Irgendwann gab er es auf und blieb einfach zu Aois Füßen liegen.

Als Aoi´s Zimmergenosse wieder zurückgebracht wurde, hatte er sich noch keinen einzigen Zentimeter von der Stelle gerührt. Doch als die Wärter alle gegangen waren, drehte er sich zu den am Boden liegenden um, sah ihn aus traurigen Augen an. "Ich sagte ja... dass du lieber still sein solltest... ", murmelte er leise, bevor er sich mühsam aufrichtete und zu sich zu Reita setzte. Er besah sich kurz die Wunden, sie sie auf dem Blonden hinterlassen hatten und fuhr kurz mit dem Finger an einer Schramme entlang, die sich an Reitas Wange befand. Sie leuchtete Rot, doch sah es nicht allzu schlimm aus. "Je öfter du dich gegen ihre Regeln richtest, desto grober werden sie. Das war noch gar nix... ", flüsterte er heiser. Man merkte schon, dass er es nicht mehr gewohnt war, so viel zu reden. Er rüttelte kurz an Reitas Handschellen, doch als sie nicht nachgeben wollten, seufzte er traurig auf und ließ es bleiben. Langsam krabbelte er zurück zu seinem Bett und zog sich an diesem hoch. Keuchend ließ er sich in die ´Kissen´ sinken und schloss die Augen.

"Das heißt... du hast dich am Anfang auch gewehrt...? Sie sind nicht so stark... Einen von ihnen hätte ich fast überwältigt..." Reita lächelte und seine weißen Zähne blitzten. "Das war nicht schlimm, ich bin einiges gewöhnt und dass ist nicht mehr als ein Kratzer. Aoi? Lass mich nach deinen Wunden sehen... sie sind schlimmer als meine." Er zog sich hoch und kniete sich dann neben Aoi.

"Hai... das habe ich... ist aber schon lange her. Sehr lange...", meinte er leise und sah ihn wieder traurig an. //Warum ist er nur hier..? Hier werden sie aus ihm nur so eine Leiche machen, wie ich eine bin.// Als er dann auf seinem ´Bett´ lag, konnte er hören, wie Reita ihm folgte. Seufzend ließ er die Augen geschlossen und wartete auf eine Reaktion seitens Nummer 1309. Als dieser ihn bat, sich seine Wunden anschauen zu dürfen, schlug er überrascht die Augen auf, bevor sie sich zu Schlitzen verengten. "Du kannst mir nicht mehr helfen! Lass mich bitte in Ruhe!", bat er ihn aufgebracht und drehte sich zur Wand.

"Du hast Schmerzen und ich glaube nicht, dass es nötig ist noch mehr als nötig zu leiden oder? Ich kann dir helfen... Also lass mich bitte."

Als Reita nicht locker ließ, setzte er sich und starrte ihn böse an. "Sturkopf...", murmelte er, verschränkte die Arme vor der Brust. "Warum willst du mir helfen?. Willst du mich einfach nur bemitleiden, damit es dir besser geht?" Langsam bekam er Kopfschmerzen. Diese Konversation kostete ihn viel Kraft.

"Baka.", knurrte er, dann setzte er sich neben ihn, drückte ihn zurück ins Bett, schob sein Hemd hoch und betrachtete sich die Wunden ernst. Dann riss er die Ärmel von seiner Gefängnisjacke und riss sie mit Hilfe seiner Zähne in schmale Streifen. Dann nahm er seine eh schon sehr knapp bemessene Ration an Wasser, machte einen Streifen nass und begann Aois Wunden vorsichtig zu säubern. Mit den anderen Streifen verband er die Wunden vorsichtig. So machte er weiter, bis kein Wasser mehr da war und jede Wunde verbunden war.

Gerade wollte er etwas auf Reitas geknurrtes >Baka< antworten, als dieser auch schon neben ihm saß und ihn auf´s Bett drückte. Fassungslos sah er zu ihm auf. So schnell hatte er gar nicht gucken können, wie er plötzlich auf dem Bett lag und Reita ihm sein Shirt hoch zog. Als die kühle Luft an die Wunden kam, die seinen Körper zahlreich zierten, wimmerte er leise auf. Dem musternden Blick wich er aus, doch zog sich in seinem Unterleib alles zusammen. Er hatte früh lernen müssen misstrauisch und vorsichtig zu sein, da man nie weiß, was sich hinter der Nettigkeit eines fremden Menschen verbarg. //Will er etwa...?// fragte er sich und versuchte den anderen von sich zu drücken, doch seine Schwäche konnte nichts gegen den gesunden Körper Reitas ausrichten und so sah er ängstlich zu, wie der Blonde seiner Gefängnisjacke die Ärmel abriss. "Was tust du da? Fass mich nicht an!" versuchte er sich zu wehren, doch Reita schien sich von nichts abbringen zu lassen. Erneut wimmerte er auf, als er etwas Raues an einer seiner Wunden spürte. Erstaunt sah er, was es war. "Rei... ta... ", flüsterte er mit großen Augen und kniff sie augenblicklich zusammen, als der eben genannte ihm einen Verband anlegte und dieser gegen seine Wunde drückte. "Itai~", wimmerte er immer wieder auf, wenn der Blonde erneut ansetzte, eine Wunde zu säubern und diese dann zu verbinden.
Als Nummer 1309 fertig mit seiner Arbeit war, lag der Schwarzhaarige zitternd auf seinem Bett, hatte die Augen geschlossen und atmete hastig ein. Eine Träne benetzte das harte Holz unter ihm und eine Weitere lief ihm die Wange langsam hinab. "W-warum hast du das gemacht...?", fragte er schluchzend. "Es bringt eh nichts... "

Reita strich dem anderen sanft die Tränen weg, dann zog er sich mit den gefesselten Händen hoch in sein Bett. Dort lag er nun und schüttelte den Kopf. "Und wenn es auch nur kurzfristig ist... schaden kann es auch nicht... Also beruhige dich. Ich hab dir nichts getan und ich werde dir nichts tun." Reita fror. In der Zelle war es eiskalt und er konnte nicht mal die Arme um sich schlingen, um sich etwas zu wärmen. Eine Decke hatten sie ihm auch nicht gelassen...

Der Schwarzhaarige blieb liegen und zog sein Oberteil wieder nach unten. Er schluckte schwer und wischte sich über die nassen Augen.
Langsam stand er jedoch auf und sah nach Reita. Traurig und verzweifelt sah er ihn an. "Wenn der Chef wieder zu Besuch kommt und sieht, das jemand anderes...,", begann er und sah dann zu Boden „, mich jemand anderes berührt hat, egal aus welchen Grund, dann bekommst du Ärger.", erklärte er und sah ihn mitleidig an. "I-ich danke dir... Reita." Schwach versuchte er zu lächeln, doch es wollte nicht so recht. "Er s-sieht mich als sein Eigentum an... ", sprach er verloren wirkend weiter und nahm seine dünne Decke, die er sich irgendwann mal ergattert hatte, um sie Reita zu reichen. "Hier die brauchst du mehr als ich... " Dann legte er sich wieder auf sein Bett und starrte stumm das Holz über ihn an, auf dem Reita lag, versuchte dann etwas zu schlafen

"Solange du keinen Ärger bekommst...? Was sind das hier für kranke Methoden? Du musst es mir nicht erzählen Aoi... Ich kann es mir denken... und ich werde dir helfen. Das verspreche ich dir. Danke für die Decke... es ist wirklich kalt... Aber... was ist mit dir? Du frierst sicher auch..."

"Sie wollen einen damit disziplinieren...", meinte er schwach und zuckte mit den Schultern. Er hatte nie Fragen gestellt, sondern lieber gehandelt. Ja, er war unschuldig, doch das brachte ihn hier auch nicht raus. Als Reita davon sprach, ihm zu helfen und es dann auch noch versprach, wurde er ganz traurig. "Verspreche nichts... was du nicht halten kannst. Ich komme schon klar. Das bisschen Kälte macht meinem Körper nun auch nichts mehr aus." Inzwischen dröhnte sein Kopf richtig, wegen den Kopfschmerzen, die immer schlimmer zu werden schienen. Er schloss erneut seine Augen und versuchte es nochmal mit dem Schlafen. "Lass mich jetzt bitte schlafen... Ich bin müde...", murmelte er an Reita gewandt und drehte sich auf die Seite.

Reita verstummte, drehte sich zur Wand und schloss die Augen. Er hatte es sich fest vorgenommen, diesem Mann zu helfen, der so gebrochen war, dass er den Glauben an sich selbst verloren hatte... Er sagte nichts mehr, hoffte einfach nur, dass er Aoi helfen konnte und es auch richtig machte...

"Baka.", knurrte er, dann setzte er sich neben ihn, drückte ihn zurück ins Bett, schob sein Hemd hoch und betrachtete sich die Wunden ernst. Dann riss er die Ärmel von seiner Gefängnisjacke und riss sie mit Hilfe seiner Zähne in schmale Streifen. Dann nahm er seine eh schon sehr knapp bemessene Ration an Wasser, machte einen Streifen nass und begann Aois Wunden vorsichtig zu säubern. Mit den anderen Streifen verband er die Wunden vorsichtig. So machte er weiter, bis kein Wasser mehr da war und jede Wunde verbunden war.

Gerade wollte er etwas auf Reitas geknurrtes >Baka< antworten, als dieser auch schon neben ihm saß und ihn auf´s Bett drückte. Fassungslos sah er zu ihm auf. So schnell hatte er gar nicht gucken können, wie er plötzlich auf dem Bett lag und Reita ihm sein Shirt hoch zog. Als die kühle Luft an die Wunden kam, die seinen Körper zahlreich zierten, wimmerte er leise auf. Dem musternden Blick wich er aus, doch zog sich in seinem Unterleib alles zusammen. Er hatte früh lernen müssen misstrauisch und vorsichtig zu sein, da man nie weiß, was sich hinter der Nettigkeit eines fremden Menschen verbarg. //Will er etwa...?// fragte er sich und versuchte den anderen von sich zu drücken, doch seine Schwäche konnte nichts gegen den gesunden Körper Reitas ausrichten und so sah er ängstlich zu, wie der Blonde seiner Gefängnisjacke die Ärmel abriss. "Was tust du da? Fass mich nicht an!" versuchte er sich zu wehren, doch Reita schien sich von nichts abbringen zu lassen. Erneut wimmerte er auf, als er etwas Raues an einer seiner Wunden spürte. Erstaunt sah er, was es war. "Rei... ta... ", flüsterte er mit großen Augen und kniff sie augenblicklich zusammen, als der eben genannte ihm einen Verband anlegte und dieser gegen seine Wunde drückte. "Itai~", wimmerte er immer wieder auf, wenn der Blonde erneut ansetzte, eine Wunde zu säubern und diese dann zu verbinden.
Als Nummer 1309 fertig mit seiner Arbeit war, lag der Schwarzhaarige zitternd auf seinem Bett, hatte die Augen geschlossen und atmete hastig ein. Eine Träne benetzte das harte Holz unter ihm und eine Weitere lief ihm die Wange langsam hinab. "W-warum hast du das gemacht...?", fragte er schluchzend. "Es bringt eh nichts... "

Reita strich dem anderen sanft die Tränen weg, dann zog er sich mit den gefesselten Händen hoch in sein Bett. Dort lag er nun und schüttelte den Kopf. "Und wenn es auch nur kurzfristig ist... schaden kann es auch nicht... Also beruhige dich. Ich hab dir nichts getan und ich werde dir nichts tun." Reita fror. In der Zelle war es eiskalt und er konnte nicht mal die Arme um sich schlingen, um sich etwas zu wärmen. Eine Decke hatten sie ihm auch nicht gelassen...

Der Schwarzhaarige blieb liegen und zog sein Oberteil wieder nach unten. Er schluckte schwer und wischte sich über die nassen Augen.
Langsam stand er jedoch auf und sah nach Reita. Traurig und verzweifelt sah er ihn an. "Wenn der Chef wieder zu Besuch kommt und sieht, das jemand anderes...,", begann er und sah dann zu Boden „, mich jemand anderes berührt hat, egal aus welchen Grund, dann bekommst du Ärger.", erklärte er und sah ihn mitleidig an. "I-ich danke dir... Reita." Schwach versuchte er zu lächeln, doch es wollte nicht so recht. "Er s-sieht mich als sein Eigentum an... ", sprach er verloren wirkend weiter und nahm seine dünne Decke, die er sich irgendwann mal ergattert hatte, um sie Reita zu reichen. "Hier die brauchst du mehr als ich... " Dann legte er sich wieder auf sein Bett und starrte stumm das Holz über ihn an, auf dem Reita lag, versuchte dann etwas zu schlafen

"Solange du keinen Ärger bekommst...? Was sind das hier für kranke Methoden? Du musst es mir nicht erzählen Aoi... Ich kann es mir denken... und ich werde dir helfen. Das verspreche ich dir. Danke für die Decke... es ist wirklich kalt... Aber... was ist mit dir? Du frierst sicher auch..."

"Sie wollen einen damit disziplinieren...", meinte er schwach und zuckte mit den Schultern. Er hatte nie Fragen gestellt, sondern lieber gehandelt. Ja, er war unschuldig, doch das brachte ihn hier auch nicht raus. Als Reita davon sprach, ihm zu helfen und es dann auch noch versprach, wurde er ganz traurig. "Verspreche nichts... was du nicht halten kannst. Ich komme schon klar. Das bisschen Kälte macht meinem Körper nun auch nichts mehr aus." Inzwischen dröhnte sein Kopf richtig, wegen den Kopfschmerzen, die immer schlimmer zu werden schienen. Er schloss erneut seine Augen und versuchte es nochmal mit dem Schlafen. "Lass mich jetzt bitte schlafen... Ich bin müde...", murmelte er an Reita gewandt und drehte sich auf die Seite.

Reita verstummte, drehte sich zur Wand und schloss die Augen. Er hatte es sich fest vorgenommen, diesem Mann zu helfen, der so gebrochen war, dass er den Glauben an sich selbst verloren hatte... Er sagte nichts mehr, hoffte einfach nur, dass er Aoi helfen konnte und es auch richtig machte...

 

Kapitel 4 - Das erste Treffen

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